Wochenberichte
Verkaufsargument AGI
Artificial General Intelligence, also Künstliche Intelligenz, die menschliche Intelligenz in allen Bereichen nachbildet oder übertrifft, ist seit langem in der AI-Branche ein geflügelter Begriff. Nun behauptet Antrop\c mit dem kommenden Modell (Mythos) bereits an der Grenze angekommen zu sein. Das Modell übertrifft die Fähigkeiten fast aller Softwareentwickler – und erstellt deshalb fehlerfreie Programme. Mythos deckt, auf der anderen Seite, schonungslos Schwachstellen in bestehenden Programmen und Systemen auf. Ein Paradies für Hacker entsteht. Ganz uneigennützig stellt Antrop\c das Programm beinahe exklusiv dem Pentagon zur Verfügung. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Oster-Ausgabe
Nach einem Monat Krieg im Mittleren Osten ist Zeit für eine Zwischenbilanz. Die aktuellen
Energiepreise sind nicht höher als zwischen 2006 und 2014.
Das Problem: In den vergangenen Jahren haben sich Politik und Wirtschaft
an niedrige Energiekosten gewöhnt, insbesondere in den Schwellenländern.
Dort sind die Folgen des starken Preisanstiegs bereits sichtbar.
Fatal: Die USA sind gerade ein globaler Kapitalstaubsauger. History repeats itself.
Hohe Windfallerträge katalysieren gerne Preisblasen. Dann genügt ein nichtiger
Anlass und alles fällt wie ein Kartenhaus zusammen. Wie 2007.
AI-Perspektiven
Die US-Hyperscaler saugen gerade den Markt für Fremdkapital leer.
Ihr Kapitalhunger ist schier unendlich, die Projektionen für die
Investitionsbedarfe für die kommenden Jahre sind atemberaubend.
Nun steigen kriegsbedingt die Marktzinsen.
Gleichzeitig überschlagen sich immer wieder technologische Entwicklungen.
Google hat diese Woche das »mp3« Format für LLMs vorgestellt.
Können jetzt Datacenters um Dreiviertel kleiner ausfallen? Die Investments
auch? Es gibt zwei lachende Dritte: Lokale LLMs und – ausgerechnet – Apple.
Broken
Das Titelbild zeigt die Straße von Hormuz. In Kriegszeiten bestimmt das Propagandaministerium über Wahrheit und Dichtung. Marktpreise gehören zu den Instrumenten der Propaganda-Maschine und sind Objekt mannigfacher Manipulation. Aus analytischer Perspektive bleibt nichts übrig, als mit kühlem Kopf den Newsflow zu bewerten und Kriterien herauszuarbeiten, wann wieder ein gewisses Maß an Normalität zurück ist und das übliche Risikomanagement greift.